Die Geschichte begann mit Gabriela Baumann (in ihren eigenen Worten) :

Liebe Interessenten und Freunde,

“Tja, wie kommt man auf die Idee einen Verein für bedürftige Kinder und Frauen in Nepal und Indien zu gründen? Indem man bzw. Frau sich zunächst auf die Suche nach ganzheitlicher Heilung für Körper, Geist und Seele nach Asien begibt, um zu gesunden.

Im Oktober 2012 habe ich in Pokhara Nepal ein professionelles Ayurveda Zentrum gefunden und dort eine 3wöchige Panchakarmakur erleben dürfen. Eine australische Mitpatientin, Georgina empfahl mir für meine Weiterreise eine private Unterkunft in Kathmandu. Sie selbst hatte in Kathmandu eine kleine Schule besucht und etwas Schulmaterial dort gespendet. Noch skeptisch traf ich mich mit Passang, dem Gründer der betreffenden Schule. Passang erzählte mir seine Lebensgeschichte und von seinem Lebenstraum. Ein Schulprojekt in Nayapati, ca. 15 km außerhalb von Kathmandu. Seinerzeit selbst durch einen Sponsor zu seiner Ausbildung als Lehrer gekommen, hatte er das starke Bedürfnis, etwas an sein Volk zurückzugeben. Passang hat die Schule im April 2013 gegründet und ermöglicht heute über Patenschaften und Spenden, 29 Kindern aus Bergdörfern im Himalaya nahe der tibetischen Grenze eine Grundschulausbildung. Mit seiner Schule verfolgt er einen nachhaltigen Ansatz: Reis, Gemüse und Weizen werden selbst angebaut. Außerdem legt er viel Wert darauf, dass die Kinder regelmäßig Kontakt zu ihren Eltern haben können. Das Projekt, eingliedert in seiner 2004 gegründeten NGO, konnte Unterstützung gebrauchen. Die Geschichte berührte mich und da war mir klar, dies ist ein Projekt das ich, nach weiterer Recherche, unterstützen wollte.

Da es mir nach meine Rückkehr in Deutschland gesundheitlich wieder schlechter ging und mir ein weiterer Umzug bevorstand, blieb mir nur wenig Zeit und Kraft für das Schulprojekt aktiv zu werden. Dennoch ließ mich der Gedanke nicht mehr los und da mein Körper nach weiteren heilenden Behandlungen verlangte, flog ich im Oktober 2013 wieder nach Nepal. Zuvor hatte ich im Familien- und Freundeskreis einen Aufruf gestartet, dass ich gerne die Schule direkt in Nepal unterstützen möchte und gespendetes Geld Vorort sinnvoll einsetzen würde. Das Geld sollte dort eins zu eins bei den Kindern ankommen. Spontan begleitete mich eine amerikanische Freundin, Kristin aus Kalifornien und wir haben mit Passang einfach mitgemacht und innerhalb von 2 Wochen eine Menge bewegt, u.a. Solaranlage für warmes Wasser, tragbare Solarlichter bei Stromausfall, Schulmaterial, Sportgeräte, Bücher, 29 warme Jacken, Mützen und Socken gekauft und nebst Freude und Unterricht, viele wunderbare Momente mit den Kindern erlebt. Es wurde nun zu meinem Herzensprojekt – 29 tolle Kinder und ein liebevolles Betreuer- und Lehrer Team. Eine große neue Familie!

Mir wurde klar, um langfristig zu helfen muss ich einen neuen, offiziellen Weg finden, um mehr Menschen zu erreichen, die das Begonnene unterstützen. Da ich nicht mehr an Zufälle glaube, sollte ich dann nach Nepal, in Indien Katja und Chris begegnen.”

 

Die Weiterentwicklung mit Katja Pischel (in ihren eigenen Worten):

“Im März 2014 haben Gabi und ich uns in Indien kennengelernt und direkt angefreundet. Wir merkten beide sehr schnell, dass es eine enge Verbindung zwischen uns gab. Mich beeindruckte diese warmherzige Frau, die sich nach einer erfolgreichen Karriere in der Hotelbranche aufgrund von persönlichen und gesundheitlichen Schicksalsschlägen auf den Weg nach Asien gemacht hatte und heute zwischen den Kontinenten pendelt. Gabi erzählte mir in Goa mit

leuchtenden Augen von einer privaten Grundschule in Kathmandu, Nepal, die sie im Herbst 2013 besucht hatte.

Angesteckt von Gabi’s Begeisterung entschied ich mich noch in Goa, eine Patenschaft zu übernehmen. Bei meiner Reise durch Nepal habe ich dann selber im April 2014 Passang und seine Schule besucht und war tief bewegt. Ich erlebte eine von Herzen kommende Gastfreundschaft und machte zum ersten Mal ganz persönlich die Erfahrung, mit wie wenig man Großes bewirken kann, wie einfach es ist zu helfen. Mit umgerechnet 55€, meinem Restgeld aus Indien, hatte Passang direkt angefangen, eine überdachte Halle aus Bambus zu bauen, wo die Kinder heute essen können. Ich werde nie das Glücksgefühl vergessen, das mich durchströmte, als Passang mir drei Wochen später per what’s app ein Bild der fertigen Halle schickte. Mit dieser Erfahrung hatte der abstrakte Satz „kein Betrag ist zu gering“, den man im Zusammenhang mit jedem Spendenaufruf zu hören bekommt, auf einmal eine konkrete Bedeutung für mich bekommen.

Zurück in Deutschland erlebte ich, wie diese Erfahrungen auch meine Freunde & Familie bewegten. Spontan sagten mir viele Menschen, sie wollten auch helfen und eine Patenschaft übernehmen. Es schien fast so, als hätten viele nur darauf gewartet aktiv zu werden. Als Gabi dann im Juni auf Besuch kam, entschieden wir uns, EINFACH MACHEN e.V. gemeinsam zu gründen.”

Es tut so gut Gutes zu tun und wir machen es einfach – gemeinsam unterstützen wir – und jeder darf mitmachen!

 

In tiefer Dankbarkeit – Dhanyabad – Namaste,

Gabriela Baumann und Katja Pischel